Digitalisierung soll Bürokratie abbauen
Nach mehr als vier Jahren ohne Anpassung erhöht Hamburg die Parkgebühren im öffentlichen Raum. Der Senat begründet den Schritt mit der allgemeinen Inflationsentwicklung sowie dem Ziel, den begrenzten Parkraum in der Stadt besser zu steuern.
Künftig kostet das Kurzzeitparken in der Innenstadt vier Euro pro Stunde statt bislang 3,50 Euro. Auch in den weiteren Parkzonen steigen die Gebühren jeweils moderat an. Laut Senat liegt Hamburg damit weiterhin im Mittelfeld deutscher Großstädte.
Gleichzeitig sollen Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin bevorzugt werden. Der digitale Bewohnerparkausweis steigt künftig von 65 auf 70 Euro jährlich, während die Beantragung vor Ort mit 90 Euro deutlich teurer wird. Damit will die Stadt die Digitalisierung gezielt fördern.
Auch bei der Mobilitätswende setzt Hamburg neue Anreize: Elektrofahrzeuge dürfen weiterhin bis zur jeweiligen Höchstparkdauer kostenlos parken. Für gewerbliche E-Fahrzeuge wird das Parken zusätzlich günstiger. Statt 250 Euro sollen künftig nur noch 70 Euro fällig werden.
Neben den neuen Gebühren schafft der Senat zugleich die Grundlage für ein vollständig digitales Parkraummanagement. Künftig sollen Kennzeichen am Automaten hinterlegt werden können – klassische Papiertickets und ausgedruckte Bewohnerparkausweise sollen langfristig entfallen.
Die technische Umstellung erfolgt schrittweise in den kommenden Wochen. Die aktuellen Gebühren werden jeweils direkt an den Automaten sowie in den Park-Apps angezeigt.
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