Der Hamburger Senat hat eine neue Auszeichnung für besonderes kulturelles Engagement in der Stadt beschlossen. Künftig sollen Personen, Gruppen oder Institutionen mit der neuen „Medaille für Kunst und Kultur in Hamburg“ geehrt werden.
Die neue Ehrung ersetzt die bisherige Senator-Biermann-Ratjen-Medaille, die seit 1978 verliehen wurde. Hintergrund sind neue historische Erkenntnisse zur Rolle des ehemaligen Kultursenators Hans Harder Biermann-Ratjen während der NS-Zeit. Die Verleihung der bisherigen Medaille war deshalb zuletzt ausgesetzt worden.
Kultursenator Dr. Carsten Brosda erklärte, Hamburg wolle kulturelles Engagement weiterhin sichtbar würdigen – künftig jedoch mit einer zeitgemäßen Auszeichnung, die unabhängig von einem Namensgeber den Fokus klar auf Kunst und Kultur legt.
Die erste Verleihung der neuen Medaille soll bereits im Sommer stattfinden. Geehrt werden soll Peter Hess, Initiator der Hamburger Stolpersteine und der „Gedenktafeln in Hamburg“. Der Senat hatte bereits 2023 beschlossen, sein langjähriges Engagement für Erinnerungskultur und historische Aufarbeitung besonders zu würdigen.
Die neue Auszeichnung soll künftig Menschen ehren, die das kulturelle Leben Hamburgs in besonderer Weise prägen und stärken.
Beitragsbild: KI generiert
„Kunst und Kultur leben von Menschen, die Haltung zeigen, Erinnerungen bewahren und unsere Stadt mit Ideen, Engagement und Kreativität prägen. Dass Hamburg dieses Engagement künftig mit einer neuen, zeitgemäßen Auszeichnung würdigt, ist ein wichtiges Zeichen für unsere vielfältige Kulturlandschaft.“
Koorosh Armi, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
